Kipppunkte in holozänen geomorphologischen Systemen

  Kipppunkte in holozänen geomorphologischen Systemen

Ein Kipppunkt repräsentiert einen kritischen Schwellenwert in einem System. Kleine Veränderung der Ursache führen hier zu einem signifikanten Wechsel in der Wirkung. Kipppunkte können auf unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Skalen auftreten, sie existieren in klimatischen, ökologischen, geomorphologischen und sozialökologischen Systemen. Der Vortrag betont die Bedeutung klimatischer und geomorphologischer Archive für das Verständnis von abrupten und andauernden Wechseln in holozänen Umweltsystemen. Beispielhaft zeigt der Vortrag Kipppunkte beim großräumigen Austrag von Saharastaub im Kontext natürlicher Klimavariationen, auf der lokalen Ebene in einer durch Mensch und Umwelt gestalteten Auenlandschaft. Das Aufdecken von Kipppunkten in Umweltarchiven bildet einen wichtigen Erkenntnisgewinn zu potentiellen Georisiken vor dem Hintergrund des aktuellen Globalen Wandels.

 

Prof. Dr. Christoph Zielhofer

Institut für Geographie, Physische Geographie, Universität Leipzig

im Geographischen Kolloquium
am 11. Dezember 2019
um 16.30 Uhr in Raum SG 422